ZWO ASI183MM Pro: 2,4-µm-Pixel für kurze Brennweiten
Die ASI183MM Pro ist eine gekühlte Monochrom-Kamera, deren Sony IMX183-Sensor 5496 × 3672 Pixel auf einer Fläche von 13,2 × 8,8 mm bietet. Ihre Besonderheit liegt in den kleinen Pixeln von 2,4 µm: Sie ermöglichen eine feine Abtastung, ohne dass eine lange Brennweite erforderlich ist. Sie ist daher eine Überlegung wert für ein kurzes, gut korrigiertes Okular, wenn man Details in den Strukturen von Nebeln oder bei kleinen Objekten innerhalb des Bildfeldes erhalten möchte.
Kamera und Messgerät auswählen
Etwa zwanzig Megapixel reichen bei diesem Format nicht aus, um den Bildausschnitt eines großen Sensors zu erzielen. Simulieren Sie vor der Auswahl den Bildausschnitt mit der tatsächlichen Brennweite, einschließlich des Multiplikators. Bei langen Brennweiten können diese Pixel zu einer Überabtastung führen: Die Anforderungen an die Nachführung steigen, ohne dass dadurch unter turbulenten Bedingungen zwangsläufig mehr Details sichtbar werden. Eine präzise Fokussierung und eine gleichmäßige Nachführung sind daher ebenso wichtig wie die Bildschärfe. Dieses Modell zeichnet sich durch die Feinheit seines Pixelabstands aus, nicht durch ein allgemeines Versprechen höherer Auflösung.
Monochrom: Farbe und schmale Streifen anordnen
Ohne Farbfiltermatrix dient der Sensor zur Luminanzaufnahme oder wird hinter den ausgewählten Filtern eingesetzt. Ein Farbbild erfordert separate Aufnahmen und deren Zusammenführung, beispielsweise im RGB-Verfahren oder mit einer Auswahl schmalbandiger Filter, die für Emissionsnebel geeignet sind. Planen Sie die Zeit pro Kanal und den Einbau eines Filterrads ein, falls Ihr Programm dies erfordert. Über den integrierten USB-2.0-Hub können Sie Zubehör anschließen, während die USB-3.0-Hauptverbindung die Bilder an das Erfassungssystem überträgt.
Eine Kalibrierung sollte bereits bei der Aufnahme vorgesehen werden
Die angegebene maximale Kapazität beträgt 15.000 Elektronen, und die Umwandlung erfolgt mit 12 Bit. Helle Sterne können daher kürzere Belichtungszeiten erfordern, als es die schwachen Ausdehnungen des Ziels allein vermuten lassen. Das Ausleserauschen hängt von der Verstärkung ab; ZWO gibt 1,6 Elektronen bei 30 dB an. Der Pufferspeicher und die interne Verarbeitung begrenzen das Amp-Glow, doch dieses Modell wird nicht als völlig frei von diesem Leuchten dargestellt. Erstellen Sie Darkframes mit derselben Belichtungszeit, Temperatur und denselben Einstellungen wie die Bilder, um dieses Signal konsistent zu kalibrieren.
Kühlung und weitere Anwendungsbereiche
Die aktive Kühlung hilft dabei, das Wärmesignal bei langen Belichtungszeiten unter Kontrolle zu halten. Im Datenblatt der Serie wird eine Abweichung von 35 °C unter der Umgebungstemperatur angegeben; es sollte ein Regelungsspielraum eingehalten werden, anstatt systematisch die niedrigste Temperatur anzustreben. ZWO verlangt eine externe Stromversorgung von 11 bis 14 V, auch wenn die Kühlung nicht genutzt wird, und empfiehlt ein geeignetes 12-V-Netzteil. Verlassen Sie sich nicht allein auf das USB-Kabel.
Die angegebene Bildrate beträgt 19 Bilder pro Sekunde bei voller Auflösung, wobei im verkleinerten Bildausschnitt höhere Bildraten möglich sind. Damit lassen sich auch Aufnahmen des Mondes in Betracht ziehen, doch die Kamera ist hier vor allem für fein abgetastete Deep-Sky-Aufnahmen gedacht. Ein wichtiger Punkt für eine andere Anwendung: ZWO weist auf ein mögliches Rastermuster bei H-Alpha-Sonnenaufnahmen hin und empfiehlt die Verwendung von Flat-Aufnahmen. Sie ist daher nicht die einfachste Wahl für dieses Spezialgebiet; jede Sonnenfotografie erfordert zudem einen geeigneten und korrekt installierten Sonnenfilter.
Dokumentation und Kompatibilität: Offizielles ZWO-Datenblatt.