Rohdaten vom Smart-Teleskop abrufen: Seestar, DWARFLAB und Vespera

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Mit vernetzten Teleskopen lassen sich Aufnahmen des tiefen Himmels machen, ohne dass man sofort alle Schritte der Astrofotografie beherrschen muss. Das Ausrichten, Verfolgen und Zusammenfügen der Bilder übernimmt das Gerät. Im Laufe der Beobachtung erscheint so eine Galaxie oder ein Nebel auf dem Bildschirm des Smartphones.

Diese Einfachheit hindert einen jedoch nicht daran, die Bearbeitung selbst zu übernehmen. Dazu muss man zunächst die vom Teleskop gespeicherten Dateien abrufen und verstehen, was sie enthalten. Denn mit dem in der App verfügbaren Foto, dem bereits gestapelten Bild und den einzelnen Belichtungen lässt sich nicht dieselbe Arbeit leisten.

Das Ziel dieses Tutorials ist es, zu erklären, Wie kann man die Rohdaten von einem Seestar, einem DWARF von DWARFLAB oder einem Vespera wiederherstellen?, um sie anschließend für die Bearbeitung am Computer vorzubereiten. Bevor ich zur Bearbeitung übergehe, möchte ich daher noch einmal auf eine Unterscheidung eingehen, mit der sich ein Großteil der Verwirrung vermeiden lässt: den Unterschied zwischen einem Rohbild und einem gestapelten Bild.

Die von einem angeschlossenen Teleskop gespeicherten Dateien verstehen

Wenn ein vernetztes Teleskop ein Deep-Sky-Objekt fotografiert, macht es eine Reihe von Belichtungen. Nehmen wir ein Beispiel: Eine Aufnahmeserie mit 300 Bildern à 10 Sekunden entspricht einer Gesamtbelichtungszeit von 50 Minuten.

Diese Bilder werden vom Teleskop schrittweise ausgerichtet und kombiniert. Dies wird als das Stapelnoder Stapeln. Durch diesen Vorgang lässt sich das Verhältnis zwischen dem Signal des fotografierten Objekts und dem in den Bildern vorhandenen Rauschen verbessern.

In derselben Sitzung lassen sich somit verschiedene Dateitypen abrufen.

Einzelne Gewalttäter

Die Rohdaten entsprechen den einzelnen Aufnahmen, die während der Beobachtung gemacht wurden. Man bezeichnet sie auch als Einzelmontagen, Lichter oder Teilrahmen.

In unserem Beispiel bedeutet das Abrufen der Rohdaten, dass die 300 einzelnen Aufnahmen abgerufen werden. So kann man sie überprüfen, bestimmte Bilder aussortieren und eine eigene Bildstapelung erstellen.

Der Begriff «Rohdaten» allein gibt jedoch keinen Aufschluss über die vom Teleskop bereits vorgenommenen Korrekturen. Bei der Kalibrierung und der Datenverarbeitung muss die Funktionsweise des verwendeten Modells berücksichtigt werden.

Das bereits gestapelte Bild

Das gestapelte Bild enthält das Ergebnis der Kombination der Aufnahmen. Es ermöglicht es, die Bearbeitung fortzusetzen, ohne den Stapelvorgang erneut durchführen zu müssen.

Diese Unterscheidung ist wichtig, denn Eine FITS-Datei ist nicht unbedingt ein einzelnes Rohdatenbild. Bei DWARFLAB kann beispielsweise der Ordner einer Beobachtung die einzelnen Belichtungen und ein bereits gestapeltes FITS-Bild enthalten. Bei Vespera ermöglicht der TIFF-Export insbesondere das Abrufen eines gestapelten Bildes zur Weiterverarbeitung. Diese Unterschiede werden in den Dokumentationen von DWARFLAB und von Vaonis.

Mit anderen Worten: Man muss die Funktion der Datei betrachten und nicht nur ihre Dateiendung.

Das JPEG zum Teilen bereit

Ein JPEG ist ein Bild, bei dem bereits Anpassungen an Helligkeit, Kontrast und Farben vorgenommen wurden. In der Regel ist dies das praktischste Dateiformat, um das Ergebnis einer Beobachtung weiterzugeben.

Um die Bearbeitung mit mehr Spielraum fortzusetzen, sollten stattdessen die dafür vorgesehenen Dateien verwendet werden.

ZielZu wiederherstellende Dateien
Das Ergebnis der Beobachtung weitergebenEndgültiges JPEG
Das Bild bearbeiten, ohne die Stapelung neu zu erstellenFITS oder gestapeltes TIFF, je nach Teleskop
Die Posen sortieren und eine eigene Stapelung erstellenEinzelbruttobeträge
Behandlungsmöglichkeiten für später aufbewahrenVollständige Unterlagen zur Sitzung

Die im Folgenden beschriebenen Einstellungen beziehen sich hauptsächlich auf die Deep-Sky-Fotografie. Im Video-, Sonnen- oder Mondmodus können andere Dateiformate entstehen.

Rohdaten von einem Seestar wiederherstellen

Bei einem Seestar besteht der erste Schritt darin, zu überprüfen, ob die einzelnen Aufnahmen korrekt gespeichert wurden. Dass sich in der App ein Bild zusammensetzt, bedeutet nicht, dass alle für eine neue Bildstapelung erforderlichen Daten gespeichert sind.

1. Die Aufzeichnung einzelner Posen aktivieren

Suchen Sie in der App nach der Option Jedes Einzelbild speichern, was der Speicherung jedes einzelnen Bildes entspricht.

Die Position dieser Einstellung hat sich geändert. In älteren Benutzeroberflächen finden Sie sie in den erweiterten Einstellungen unter Erweiterte Funktion oder Erweiterte Einstellungen. In den neueren Benutzeroberflächen ist diese Option in den Einstellungen des Deep-Sky-Beobachtungsbildschirms zu finden, wie die Bedienungsanleitung für den Seestar S30 Pro.

Diese Option muss aktiviert werden. bevor die Erfassung beginnt. Bei einem zusammengesetzten Bild lassen sich die einzelnen Aufnahmen, die nicht gespeichert wurden, nicht wiederherstellen.

Um die Einstellung zu überprüfen, reicht eine kurze Sitzung aus: Mit einigen Aufnahmen lässt sich das Vorhandensein der Dateien überprüfen, bevor eine längere Beobachtung gestartet wird.

2. Schließen Sie den Seestar an den Computer an

Über die USB-Übertragung kann direkt auf den Speicher des Teleskops zugegriffen werden.

  1. Beenden Sie die Erfassung und lassen Sie den Seestar eingeschaltet.
  2. Schließen Sie es mit einem USB-Kabel, das die Datenübertragung ermöglicht, an den Computer an.
  3. Öffnen Sie den Datei-Explorer unter Windows oder den Finder auf dem Mac.
  4. Öffnen Sie den Stauraum des Seestar.

Die Quelldateien werden im internen Speicher des Geräts gespeichert. Wie man sie über USB abruft, wird im Offizieller Leitfaden zur Speicherung von Seestar-Dateien.

Der Auswahl des Kabels sollte besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden. Manche Kabel dienen ausschließlich zum Aufladen: Das Teleskop kann somit mit Strom versorgt werden, ohne dass es auf dem Computer angezeigt wird.

3. Die Rohdaten identifizieren und kopieren

Öffnen Sie im Speicher des Seestar den Ordner MyWorks, und suchen Sie dann nach den Posen, die zu Ihrem Ziel passen.

ZWO beschreibt Dateien mit der Endung _sub, zum Beispiel M42_sub für eine Beobachtung des Orionnebels. Diese Ordner muss man suchen, um die einzelnen Bilder abzurufen. Der Pfad ist in der Seestar-Dokumentation.

Kopieren Sie den Ordner anschließend auf den Computer. Falls mehrere Beobachtungen desselben Objekts vorgenommen wurden, überprüfen Sie die Datumsangaben der Dateien, um die richtige Beobachtungssitzung zu identifizieren.

An dieser Stelle ist die Überprüfung einfach: Um die Stapelung neu zu erstellen, benötigt man eine Reihe einzelner Aufnahmen. Ein Endbild und dessen Miniaturbild bilden diese Reihe nicht.

Kann man Seestar-Dateien über WLAN übertragen?

Es ist auch möglich, das Stationsmodus, genannt Modusstation oder STA. Das Teleskop wird dann in das lokale Netzwerk eingebunden, mit dem der Computer verbunden ist.

Öffnen Sie in der Seestar-App die WLAN-Einstellungen, aktivieren Sie den Access-Point-Modus und wählen Sie Ihr Netzwerk aus. Notieren Sie sich anschließend die dem Gerät zugewiesene IP-Adresse.

So greifen Sie auf die Dateien zu:

  • Unter Windows, geben Sie ein \\IP-ADRESSE in die Adressleiste des Datei-Explorers.
  • Auf dem Mac, öffnen Sie Finder → Gehe zu → Mit dem Server verbinden, und geben Sie dann Folgendes ein smb://ADRESSE_IP.

Ersetzen Sie IP-ADRESSE über die in der App angezeigte Adresse. Öffnen Sie die Freigabe EMMC-Bilder, dann MyWorks. Die einzelnen Schritte werden in den ZWO-Anleitungen zum Thema Stationsmodus und dieZugriff auf den Speicher unter Windows und macOS.

Die Rohdaten einer DWARF-Datei aus DWARFLAB abrufen

Bei DWARFLAB hängt die Vorgehensweise vom jeweiligen Modell ab. Der DWARF II verwendet eine microSD-Karte, während der DWARF 3 und der DWARF mini über einen internen Speicher verfügen, auf den über USB zugegriffen werden kann.

Das Format der einzelnen Bilder überprüfen

In den Handbüchern zu DWARF II und DWARF 3 wird eine Einstellung beschrieben Subframe-Format, mit dem man zwischen folgenden Optionen wählen kann: FITS und TIFF für Einzelaufnahmen.

Die Auswahl muss der geplanten Bearbeitung entsprechen. Wenn das Tutorial, das Sie absolvieren möchten, FITS-Dateien verwendet, vereinfacht die Auswahl dieses Formats bereits bei der Aufnahme den weiteren Ablauf.

Zudem muss zwischen dem Format der Aufnahmen und dem des Endergebnisses unterschieden werden. DWARFLAB weist darauf hin, dass die einzelnen Bilder im TIFF-Format gespeichert werden können, während das gestapelte Bild im FITS-Format gespeichert wird. Diese Vorgehensweise wird in den Handbüchern zu den DWARF II und DWARF 3.

Die Rohdaten von DWARF 3 übertragen

  1. Beenden Sie die Beobachtung.
  2. Verbinden Sie den eingeschalteten DWARF 3 über ein USB-Datenkabel mit dem Computer.
  3. Öffnen Sie den Speicher des Geräts im Datei-Explorer oder im Finder.
  4. Öffnen Sie Astronomie.
  5. Suchen Sie in den Ordnern nach der Sitzung, die Ihrem Ziel entspricht DWARF_RAW.
  6. Kopieren Sie den gesamten Ordner auf den Computer.

Der Sitzungsordner enthält die einzelnen Bilder sowie Dateien, die aus der Beobachtung stammen. Das Ziel besteht also darin, die Bilderserie zu identifizieren, ohne sie mit dem gestapelten Ergebnis zu verwechseln.

Möglicherweise sind weitere Ordner vorhanden: CALI_FRAME enthält Kalibrierungsdateien, DWARF_DARK die gefangenen einzelnen Darks und Neu angeordnet die Ergebnisse von Mega Stack. DWARFLAB erläutert diese Organisation in seinem Leitfaden zu den DWARF-3-Dateien.

Zunächst einmal ermöglicht die Aufbewahrung der vollständigen Akte, die Sortierung auf den Zeitpunkt der Bearbeitung zu verschieben.

Die Rohdaten von DWARF II übertragen

Mit dem DWARF II lassen sich die Dateien direkt von der microSD-Karte abrufen:

  1. Schalten Sie das Teleskop aus.
  2. Entfernen Sie die microSD-Karte.
  3. Stecken Sie sie in ein Lesegerät, das an den Computer angeschlossen ist.
  4. Öffnen Sie Astronomie, und suchen Sie dann den Ordner DWARF_RAW der Beobachtung.
  5. Kopieren Sie die Dateien.
  6. Entnehmen Sie die Karte ordnungsgemäß, bevor Sie sie wieder in das Teleskop einsetzen.

Diese Methode funktioniert unter Windows und auf dem Mac.

Unter Windows ist eine USB-Verbindung auch möglich, wenn die Karte im DWARF II verbleibt. Dazu muss das Gerät eingeschaltet und die Funktion aktiviert werden MTP-Modus in Einstellungen → Erweiterte Einstellungen der Anwendung. Der Speicher ist nun zugänglich über Dieser PC.

Beide Methoden werden im Offizielles Handbuch zu DWARF II.

Der Fall des DWARF mini

Der DWARF mini kann auch über ein USB-Datenkabel an einen Computer angeschlossen werden. Unter Windows und macOS wird er als Speichergerät erkannt.

DWARFLAB weist darauf hin, dass kürzlich erfasste Dateien möglicherweise erst nach einer Trennung und anschließenden erneuten Verbindung angezeigt werden. Dieser Vorgang muss erst nach Abschluss der laufenden Übertragungen durchgeführt werden. Siehe die Anleitung zur Wiederherstellung von Dateien auf dem DWARF mini.

Die Rohdaten eines Vespera wiederherstellen

Bei Vespera muss zunächst die Generation des Geräts ermittelt werden. Das Vorhandensein eines USB-C-Anschlusses bedeutet nicht, dass alle Modelle diesen Anschluss zur Bildübertragung nutzen.

Laut der Vaonis-Dokumentation, die Methoden lassen sich wie folgt unterteilen:

ModellDateiübertragung
Vespera Original, Vespera II, Passengers, X Edition und Vespera ProWLAN über FTP
Vespera III und Vespera Pro 2USB-C

1. FITS in Singularity aktivieren

Die Auswahl der zu speichernden Dateien erfolgt in der Anwendung Singularität.

  1. Verbinden Sie die App mit dem Vespera.
  2. Öffnen Sie die Seite des Instruments.
  3. Gehen Sie zu Bildformateoder Bildformate.
  4. Aktivieren FITS um die einzelnen Bilder zu speichern.
  5. Aktivieren Sie außerdem TIFF falls Sie das zur Bearbeitung bestimmte gestapelte Bild abrufen möchten.

Diese Auswahl wird im Vaonis-Leitfaden zu Bildformaten.

Die Wahl hängt auch hier wieder von der geplanten Arbeit ab. Mit dem TIFF-Dateiformat kann man mit der Verarbeitung der Beobachtungsdaten beginnen. Mit den einzelnen FITS-Dateien lässt sich der Stapelvorgang fortsetzen.

2. Zugriff auf die Dateien per FTP

Für Modelle mit WLAN bietet Vaonis eine Vorgehensweise mit FileZilla-Client. FTP ist einfach das Protokoll, das zur Übertragung von Dateien zwischen dem Teleskop und dem Computer verwendet wird.

Installieren Sie FileZilla, bevor Sie sich mit dem WLAN-Netzwerk des Vespera verbinden, und gehen Sie dann wie folgt vor:

  1. Schalten Sie das Teleskop ein.
  2. Schließen Sie den Computer an den WLAN im Vespera.
  3. Öffnen Sie FileZilla.
  4. Geben Sie Folgendes ein 10.0.0.1 auf dem Feld Gastgeber.
  5. Klicken Sie auf Schnellzugriff.

Der Vaonis-Leitfaden verlangt für diese Anmeldung keine Angabe persönlicher Kontodaten.

3. Die Unterlagen zur Beobachtung herunterladen

Sobald Sie angemeldet sind, öffnen Sie USER, und anschließend den Ordner der gewünschten Sitzung.

Der Unterordner 02-Bilder-Anfangsseite enthält die Bilder der Beobachtung. 01-Anfangs-Zeiger entspricht dem Ausgangsstand.

Wählen Sie einen Zielordner auf dem Computer aus, klicken Sie dann mit der rechten Maustaste auf die Dateien oder den Remote-Ordner und wählen Sie Herunterladen. Warten Sie, bis der Vorgang abgeschlossen ist, und überprüfen Sie, ob keine fehlgeschlagenen Übertragungen vorliegen.

Der Fall SYSTEM enthält geräteinterne Daten; die abzurufenden Beobachtungen befinden sich in USER. Das gesamte Verfahren ist im FileZilla-Anleitung von Vaonis.

Vespera III und Vespera Pro 2: die USB-C-Übertragung

Diese Modelle nutzen die von Vaonis angekündigte USB-C-Übertragung.

Auf dem Mac weist der Hersteller auf eine Besonderheit hin: Zur Herstellung der Verbindung ist ein Adapter oder ein Zwischenstück mit einem USB-A-Anschluss erforderlich. Sollte der direkte USB-C-Anschluss nicht funktionieren, lesen Sie bitte den Vaonis-Anschlussschema für Mac.

Kann man das alles nur telefonisch erledigen?

Mit Singularity können JPEG- und TIFF-Bilder auf dem Smartphone oder Tablet gespeichert werden. Um die einzelnen FITS-Aufnahmen abzurufen, muss auf den Speicher des Geräts zugegriffen werden.

Dieser Unterschied erklärt, warum das Exportieren eines Fotos aus der App nicht unbedingt gleichbedeutend ist mit dem Speichern der Rohdaten der Sitzung. Vaonis stellt die Möglichkeiten in seinem Anleitung zur Wiederherstellung von Vespera-Bildern.

Dateien vor Beginn der Verarbeitung überprüfen

Sobald der Kopiervorgang abgeschlossen ist, muss noch überprüft werden, ob die erwarteten Daten tatsächlich vorhanden sind. Öffnen Sie mehrere Bilder und vergleichen Sie die Anzahl der Dateien sowie die Größe des Ordners mit denen auf dem Teleskop.

Entsorgen Sie die Originale erst, nachdem Sie die Kopie überprüft haben. Eine zweite Sicherung ist ebenfalls sinnvoll für Sitzungen, die Sie aufbewahren möchten.

Um die Beobachtungen zu ordnen, reicht ein aussagekräftiger Ordnername aus, zum Beispiel:

10.09.2026_M31_Seestar-S50_10s

Anhand dieses Namens lassen sich Datum, Motiv, Teleskop und die jeweilige Belichtungszeit zuordnen. Bewahren Sie die Originaldateien im Ordner auf und legen Sie Ihre bearbeiteten Dateien in einem separaten Ordner ab.

Wenn mehrere Nächte kombiniert werden sollen, behalten Sie die Aufzeichnungen zunächst getrennt bei. Anschließend können Sie die Einstellungen überprüfen und die passenden Daten für denselben Stapel auswählen.

Häufig gestellte Fragen

Warum habe ich nur eine einzige FITS-Datei?

Möglicherweise handelt es sich um das bereits gestapelte Bild. Überprüfen Sie den Ordner mit den einzelnen Aufnahmen und die bei der Aufnahme verwendeten Speichereinstellungen.

Wenn die Posen nicht gespeichert wurden, lassen sie sich nicht anhand des Endergebnisses rekonstruieren.

Warum erscheinen die Rohbilder fast schwarz?

Ein dunkles Bild bei der Belichtung ist nicht unbedingt leer. Die Daten können vorhanden sein, ohne dass die Helligkeitserweiterung angewendet wird, die zur Darstellung schwacher Details dient.

Mit einer geeigneten Software lässt sich die Anzeige vergrößern, um das Bild genauer zu betrachten. Vaonis erläutert dieses Verhalten insbesondere für die Von Vespera exportierte TIFF-Dateien.

Mit welcher Software lassen sich die wiederhergestellten Dateien bearbeiten?

Mit Siril kann man mit dem Stapeln und der Verarbeitung fortfahren. Das Projekt bietet insbesondere eine Anleitung zu Seestar-Bildern.

Man muss ein Verfahren wählen, das dem Modell und den gewonnenen Daten entspricht. Die erforderlichen Schritte für eine Rohdatenserie unterscheiden sich von denen für ein bereits gestapeltes Bild.

Sollten bei der Bearbeitung „Darks“ hinzugefügt werden?

Das hängt davon ab, welche Korrekturen bereits an den Dateien vorgenommen wurden. Daher muss vor dem Start einer Kalibrierung die Funktionsfähigkeit des Teleskops überprüft werden.

Bei Vespera Pro beispielsweise weist Vaonis darauf hin, dass die automatische Kalibrierung die einzelnen FITS-Dateien nicht verändert, während sie sich auf die zur Weiterverarbeitung bestimmte TIFF-Datei auswirken kann. Dieser Punkt ist in der FAQ zu Vespera Pro.

Ist es sinnvoll, die Rohdaten zu behalten, wenn man gerade erst anfängt?

Das Speichern der Rohdaten ermöglicht es, eine Beobachtung später fortzusetzen und dabei die Verarbeitung besser zu steuern. Dies erfordert zwar mehr Speicherplatz, bietet aber die Möglichkeit, verschiedene Stapel miteinander zu vergleichen, ohne die Erfassung erneut durchführen zu müssen.

Vor der nächsten langen Beobachtungssitzung ist es daher am sinnvollsten, den gesamten Ablauf anhand einiger Aufnahmen zu testen: die Aufnahmeeinstellungen überprüfen, die Dateien übertragen und sie anschließend auf dem Computer öffnen. Durch diese Überprüfung lässt sich genau feststellen, welche Daten am Ende der Beobachtung zur Verfügung stehen werden.

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